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Zu einem außergewöhnlichen Projekt, indem Sprache, Musik und
Farbe miteinander verschmelzen, haben sich in Dortmund die Kammerschauspielerin
Ines Burkhardt, das Musikerduo Ingo Ross und Udo Stunz und die aus Kopenhagen
stammende Malerin Helene Ravn zusammengefunden.
Gemeinsam haben sie sich mit den Liebesgedichten von Erich
Fried auseinandergesetzt und werden ihre Bearbeitung in einer Performance am 9.
Dezember 2007, 17 Uhr, in den Räumen
des Dortmunder Farbraum e.V. aufführen.
Zunächst erwarten den Besucher die Gemälde von Helene Ravn,
die sich mit den Gedichten in ihrer eigenen Art beschäftigt hat. Neben
abstrakten Kompositionen, die den Klang der Worte in Farben wiederzugeben
suchen, sind poetische Malereien entstanden, die sich auch figurativ mit dem
Thema beschäftigen.
Musikalisch werden Udo Stunz und Ingo Ross mit
Improvisationen die Gedichte umschreiben. Mit Saxophonen,
Perkussionsinstrumenten und elektronischen Klangerzeugern nähern sie sich dem
Thema von unterschiedlichen Seiten.
Die Kammerschauspielerin Ines Burkhardt, die lange Jahre zum
festen Ensemble des Dortmunder Schauspielhauses gehörte und nun eigenen
Projekten nachgeht, interpretiert die Gedichte Frieds mit liebevoller
Annäherung, sodass der Zuhörer sich mit Ihr in den Bann der Worte hineinziehen
lassen kann.
Die Premiere des Projektes fand bereits im September vor
ausverkauften Hause im Rahmen der Dortmunder Museumsnacht statt.
"Frieds Liebesgedichte suchen den heutigen Ort der
Liebenden auf, so eingeschränkt sie durch den Beton der äußeren und inneren
Landschaften sein mögen.
Freundlich und zärtlich beschreiben sie
die Gefühle außerhalb des Konsums, die behutsamen Gespräche ohne
Medienwirrwarr, das Vertrauen zum anderen dort, wo sonst niemand mehr niemandem
traut und jeder zum Feind des anderen gemacht werden soll."
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